Über die Nachhaltigkeit von Software
2019-08-21, 21:10–21:40, Plank (Stage)

Software ist essenzieller Bestandteil und Ressource unserer Dienstleistungs-
und Wissensgesellschaft sowie unserer Infrastrukturen. Als Ressource
betrachtet verhält sich der Konsum und Erhalt von Software jedoch in vielen
Dingen konträr zu natürlichen Ressourcen. Eine Reflektion über die besonderen
Eigenschaften der "Ressource Software" und wie wir diese nutzen können um
Software nachhaltig zu gestalten und damit auch für die Zukunft zu erhalten.


Wenig wird bisher über digitale Nachhaltigkeit geredet, aber noch weniger über
nachhaltige Software. Dabei ist Software essenzieller Bestandteil und
Ressource unserer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaften sowie unserer
Infrastrukturen. Kein Telefon, keine Ampel und keine moderne Verwaltung würden
noch ohne Software funktionieren. Möchten wir diese Systeme erhalten, müssen
wir folglich auch Verfügbarkeit und Zugang zu diesen Ressourcen garantieren.

Was im Zeitalter von copy&paste und der prinzipiell unbegrenzten Menge
digitaler Rohstoffe zunächst einfach klingt wird schnell komplex. Durch Recht,
Technik und Architektur werden Verfügbarkeit und Menge von Software häufig
künstlich verknappt. Das birgt die Gefahr zu realen Versorgungsengpässen bis
hin zu kompletten Ressourcenverlusten und widerspricht damit dem von den
Vereinten Nationen formulierten Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und
"Generationengerechtigkeit". Und auch wenn sich Software immer
weiterentwickelt und Ressourcen von heute vielleicht schon morgen nicht länger
für nötig gehalten werden, können als Folge von Abhängigkeiten in komplexen
Systemen schnell Domino-Effekte entstehen.

Der Vortrag erörtert wie und wo sich nachhaltiges Wirtschaften und Konsum von
Software in vielen Dingen konträr zum nachhaltigen Konsum natürlicher
Ressourcen verhält. Und wie wir diese uns diese besonderen Eigenschaften
zunutze machen können um Software nachhaltig zu gestalten und damit auch für
die Zukunft zu erhalten